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#HR-Beitrag

Trends zur Steigerung des Humankapitals: Wissenscontrolling

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04.10.2021

In den Zeiten unserer Informationsgesellschaft erscheint die häufig in der Literatur anzutreffende Gleichsetzung von Wissen und Macht zutreffender als je zuvor. Tatsächlich birgt die Fähigkeit, sich des in der Organisation vorhandenen Wissens und intellektuellen Kapitals bewusst zu werden, es zu sichern und zu mehren, immer mehr ökonomische Organisationsvorteile. In diesem Beitrag zeigen wir, wieso das Wissenscontrolling in den vergangenen Jahren an Relevanz gewonnen hat und wie eine ausgeklügelte Wissenscontrolling-Strategie zur Steigerung des Humankapitals beitragen und Organisationsvorteile sichern kann.

Trends zur Steigerung des Humankapitals: Wissenscontrolling

Lesezeit: 3 Minuten

Der Bedeutungszuwachs des Wissenscontrollings wird daraus ersichtlich, dass die Relevanz des Knowledge-Managements in Forschung und Praxis anerkannt wurde und somit in die Welt der Normierung und Standardisierung eingeflossen ist. Darüber hinaus haben Studienergebnisse gezeigt, dass die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in einem wissensbasierten Wirtschaftssystem weitaus mehr von immateriellen Werten, wie dem Wissensbestand profitiert, als von Maschinen und klassischen Kapitalanlagen. Demensprechend steigen die unternehmerischen Investitionen in das Humankapital und in dessen Steigerungsmechanismen. Eine immer beliebter werdende Form der Humankapitalsteigerung ist das Instrument des Wissenscontrollings. Grundsätzlich können zwei Arten von Wissen unterschieden werden, das kodierte Wissen und das implizite, erfahrungs- oder handlungsorientierte Wissen. Das kodierte Wissen lässt sich in einem Unternehmen durch digitale Lösungen, wie Datenclouds, an eine Vielzahl von Personen verteilen. Das implizite Wissen hingegen erfordert personen- und kommunikationsorientierte Wissensmanagement-Lösungen, wie Mentorenprogramme. Darüber hinaus kann die Verwendung von wissensfördernden Instrumenten, wie Mitarbeiterprofilen, eine Brücke zwischen dem kodierten und dem impliziten Wissen schlagen. Ein erfolgreiches und ganzheitliches Wissenscontrolling berücksichtigt stets beide benannten Formen von Wissen.

Beim Wissenscontrolling geht es allgemein um die Kontrolle zweier relevanter Prozesse. Der erste Prozess umfasst die Wissensförderung der Unternehmensakteure. Der zweite relevante Prozess umfasst die erfolgreiche Wissensbewegung eines Unternehmens. Eine erfolgreiche Wissensbewegung entsteht durch die Anwerbung von geeigneten Personen, die gezielte Entwicklung (Wissenserwerb, Kompetenzaufbau und Karriereplanung) und Bindung jener Personen an das Unternehmen sowie den nahtlosen Wissenstransfer beim Verlassen des Unternehmens. Das Wissenscontrolling beruht, wie viele andere Controllingstrategien, auf gesammelten Datenquellen und Evaluationskonzepten jener Datenquellen. Durch eine möglichst intern fundierte Datenerhebung, -analyse und -deutung, können Wirkungsketten herauskristallisiert und Maßnahmen gestaltet werden. Die Datenquellen, wie beispielsweise Stammdaten, Arbeitszeiten, Vergütung und Kostenstellen werden häufig durch HR-Informationssysteme bereitgestellt. Das Wissensmanagement kann dazu beitragen, Datenquellen zu erschließen, Informationen zu extrahieren, diese mit bestehenden Wissensbeständen zu verknüpfen und situationsbedingt passenden Entscheidungen abzuleiten. Hierbei kann auch die künstliche Intelligenz von Nutzen sein, deren bedeutendsten Methodenbereiche die Wissensrepräsentation und das Schließen und Folgern zur Nutzung des repräsentierten Wissens sind. Derzeit lässt sich beobachten, dass mit steigender Tendenz People Analytics Werkzeuge im Bereich des Wissenscontrollings eingesetzt werden, um die Kennzahlen zu erheben und geeignete Personalmaßnahmen abzuleiten. Sie simulieren in den Berechnungen beispielsweise auch die Variable „Zukunftsszenarien der Qualifikationsstruktur“ und können somit genauere Ergebnisse schaffen. Gegenwärtige Planungs- und Steuerungsprozesse im Kontext einer digitalisierten Arbeitswelt sind jedoch noch nicht in der Lage, Mitarbeiter mit ihrem vollen Potenzial und entsprechenden Echtzeitveränderungen hinreichend zu berücksichtigen. Somit erscheint es sinnvoll, insbesondere für das Wissenscontrolling auf eine Mischform aus statistischen und qualitativen (z.B. Umfragen) Methoden zurückzugreifen. Um ein besonders nachhaltiges Wissenscontrolling zu erschaffen, wird empfohlen, Controllingintervalle, Methoden, Verantwortlichkeiten und Evaluationen festzuhalten und in eine effektive Richtung zu lenken. So kann beispielsweise ein Jahresvergleich der Wissensbilanzen durchgeführt und direkt auf die Controllingmethoden zurückgeführt werden. Daraus ergibt sich viel Raum zur Aufrechterhaltung oder Verbesserung des Wissenscontrollings und des Humankapitals.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass das Wissenscontrolling einen smarten Mechanismus darstellt, um das unternehmensinterne Humankapital zu stärken. Schließlich wird der Mensch mit seinem Konw-How auch in Zukunft eine zentrale Rolle in der digitalisierten Arbeitswelt spielen. Die größte Herausforderung des Wissenscontrollings wird sich weiterhin auf die Datenerhebung und -auswertung und sich daraus ergebende Fehlerquellen belaufen. Somit stehen Unternehmen vor der Aufgabe, passende Methoden des Wissenscontrollings auszuarbeiten und dadurch das Wertschöpfungspotenzial bzw. Humankapital des Unternehmens zu erhöhen und sich Wettbewerbsvorteile zu schaffen.

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